Weinrebe fit für die Zukunft machen

Julius Kühn-Institut präsentiert "Deutsche Genbank Reben" auf Grüner Woche

Von A wie Aroma bis Z wie Zikade: Das Julius Kühn-Institut präsentiert auf der internationalen Messe Grüne Woche seine Forschung zu Weinbau, Rebschutz, Rebenkrankheiten, Genbank-Arbeit und Züchtung neuer Rebsorten.

In der "Deutschen Genbank Reben" werden Rebstöcke von alten Sorten und wilden Verwandten der Rebe gesammelt und bewahrt. Das JKI stellt sie während der Grünen Woche als Online-Plattform vor. © Pixabay, Couleur

Die Züchtungsforscher des JKI sind mit einer Aromakomponenten-Theke, dem Modell eines Phänotypisierungsroboters, einem Traubenscanner und ihren Neuzüchtungen widerstandsfähiger Rebsorten vor Ort. Weine aus solchen Sorten werden bei moderierten Bühnenveranstaltungen mit den Züchtern vom JKI an den Wochenenden und dem langen Freitag zur Verkostung angeboten.

Alte Sorten sammeln und bewahren

In der "Deutschen Genbank Reben", die als Online-Plattform vorgestellt wird, werden Rebstöcke von alten Sorten und wilden Verwandten der Rebe gesammelt und bewahrt. In dem Pflanzenmaterial, das als Rebstock auch in Freiland-Genbanken steht, wird nach Resistenzgenen und anderen nutzbringenden Eigenschaften gesucht. Sie sollen helfen, die Weinrebe fit für die Zukunft zu machen. Nicht zuletzt sind widerstandsfähige Sorten ein wichtiger Beitrag, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

Die Pflanzenschützer des Julius Kühn-Instituts stehen während der Messe an einem überlebensgroßen Modell der Reblaus und berichten über ihre Forschungsarbeiten zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten, Virosen und Schadinsekten. Dabei wird oft nach neuen Wegen gesucht, etwa beim Einsatz von Lockstofffallen oder bei der so genannten Pheromonverwirrtechnik. Die Reblaus wird beispielsweise mit resistenten Rebunterlagen in Schach gehalten, denn Rebstöcke werden ähnlich wie Obst veredelt, indem das Edelreis auf eine Unterlage gepfropft wird.

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In der Halle 1.2, die sich ausschließlich dem Ökolandbau widmet, sind die Darmstädter Kolleginnen und Kollegen des JKI-Fachinstituts für Biologischen Pflanzenschutz zu finden. Sie stellen auf dem Stand der BÖLN-Geschäftsstelle das Projekt EcoOrchard vor. Hier arbeiteten Forschungseinrichtungen und Betreiber von Apfelanlagen aus neun europäischen Ländern daran, die biologische Vielfalt in Apfelanlagen zu erhöhen, natürliche Gegenspieler von Schädlingen zu fördern und somit die Ökosystemdienstleistungen der Anlagen zu verbessern.

Das JKI ist während der Grünen Woche in zahlreiche Aktionen eingebunden. Neben Beiträgen zu einem Science Slam wird es im Rahmen des Schülerprogramms zur Digitalen Landwirtschaft vorstellen, wie "Kollege Roboter" den Züchtungsforschern die Arbeit erleichtert.

Am Donnerstag 24.1. um 14:45 Uhr wird auf der Bühne in Halle 23a der Preis für die besten Erzeuger von Weinen aus der Rebsorte „Regent“ verliehen. Die Rebsorte, die den Mehltaupilzen besser trotzen kann als herkömmliche Rotweinsorten, wurde am JKI gezüchtet.

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