Mit Licht und Leidenschaft

200 Jahre optische Innovation bei Jobin Yvon

Horiba Scientific feiert 200 Jahre Jobin Yvon: Das 1819 gegründete Unternehmen hat eine lange Tradition in der Wissenschaft Frankreichs.

Mit einer Linse für Leuchttürme hat die Geschichte von Jobin Yvon begonnen. © Horiba Scientific

Die Geschichte vom Familien- zum Industrieunternehmen begann mit der Herstellung einer Stufenlinse, um die Meere besser zu beleuchten. Heute ist sie als "Fresnel-Linse" bekannt und befindet sich immer noch in manchem Leuchtturm. Hergestellt wurde die Linse 1819 vom Optiker Jean-Baptiste François Soleil. 1892 übernahm Amédée Jobin, Absolvent der französischen Ingenieurschule Ecole Polytechnique (1881), die Werkstatt von Léon Laurent, dem Schwiegersohn von Jean-Baptiste François Soleil.  Alfred Cornu, der große Physiker, der für seine Arbeiten über die Lichtbeugung bekannt ist, riet ihm dazu. Wie sein Vorgänger modernisierte Jobin den Produktionswerkzeugbau und arbeitete sehr eng mit den bedeutendsten Wissenschaftlern seiner Zeit zusammen. Dazu gehörten Alfred Pérot, Charles Fabry und Henri Chrétien.

Yvon ergänzt Jobin

Ein weiterer Absolvent der Ecole Polytechnique (1903), Gustave Yvon, wiederum Schwiegersohn von Amédée Jobin, trat 1911 in das Unternehmen ein. Gustave Yvon konzentrierte sich vor allem auf die Erreichung hoher Qualität, um die handwerkliche Werkstatt in eine moderne Produktionsstätte zu verwandeln. Die Mühen haben sich gelohnt. Der Name Jobin Yvon ist in der Welt der Optik bis heute ein Synonym für Exzellenz und Qualität.

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Jobin Yvon wird Teil der Horiba-Gruppe

Mit der Übernahme des Instrumentenherstellers Jobin Yvon im Jahr 1997 rundete Horiba sein Angebot an wissenschaftlichen Instrumenten ab. Die weltweit vertretene Horiba-Gruppe liefert ein umfangreiches Sortiment an Instrumenten und Systemen für unterschiedliche Anwendungen für Forschung und Entwicklung z.B. in der Automobilindustrie, in der Prozess- und Umweltüberwachung, in der In-vitro-Diagnostik oder in der Halbleiterfertigung; ebenso für viele wissenschaftliche Forschungsanwendungen sowie für die Qualitätssicherung in der Industrie.

Von Augustin Fresnel über Gérard Mourou (2018 erhielt dieser den Nobelpreis für Physik) begleitet Horiba Scientific bis heute viele weitere Pioniere in der Wissenschaft, um deren Bedürfnisse zu verstehen und auf diese einzugehen. Mit ihnen gemeinsam werden neue optische Komponenten und Messverfahren für die Zukunft diskutiert und entwickelt.

Von den Fresnel-Linsen, die heute noch in vielen Leuchttürmen zu finden sind, bis hin zu den anspruchsvollsten Petawatt-Laserarrays, entwickelt, fertigt und verkauft Horiba Scientific wissenschaftliche Instrumente für Forschungs- und Industrielabors. Im ständigen Streben nach Innovation versucht Horiba einige der wichtigsten Herausforderungen der Gesellschaft für die Zukunft zu meistern, so z.B. die Bestimmung von Schadstoffgehalten, die sichere Entsorgung von Atommüll, den Einsatz von Nanomaterialien, und der Nachweis plus Identifikation von Mikroplastik.

Horiba Scientific, ein dynamisches und agiles Segment mit der starken Unterstützung eines großen japanischen Konzerns, beschäftigt derzeit rund 1.215 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 250 Millionen US$. 

Quelle: HORIBA Jobin Yvon GmbH

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