MoU zu Industrie- und Wissenschaftscampus Berlin (IWCB)

Siemens will 600 Millionen Euro in Berlin investieren

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, das Unternehmen Siemens, die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die BAM, die TU Berlin sowie die Fraunhofer Gesellschaft haben am 31. Oktober ein gemeinsames MoU für einen Industrie- und Wissenschaftscampus in Berlin unterzeichnet.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (3.v.l.), Siemens-Chef Joe Kaeser (4.v.l.), BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne (2.v.r.) und die weiteren Partner. © BAM

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser haben im Roten Rathaus den geplanten „Zukunftspakt – Siemensstadt 2.0“ vorgestellt. Demnach will Siemens 600 Millionen Euro in Berlin investieren. Als erste konkrete Maßnahme wurde eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) für einen Industrie- und Wissenschaftscampus Berlin (IWCB) unterzeichnet. Darin bekräftigen Siemens, der Regierende Bürgermeister von Berlin, die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die Technische Universität Berlin sowie die Fraunhofer-Gesellschaft den produktionstechnischen Strukturwandel durch eine enge Forschungs- und Entwicklungskooperation von Partnern aus Industrie und Wissenschaft voranzutreiben.

Ziel der Absichtserklärung ist es, den Wissenstransfer zwischen FuE-Einrichtungen und insbesondere KMUs und Startups zu verstärken (Open Innovation), um Wertschöpfung durch neue Ideen und Produktion vor Ort zu ermöglichen. Im Fokus stehen dabei Digitalisierung/ Virtualisierung, Additive Manufacturing sowie Neue Materialien.

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„Die BAM ist Teil der Zukunft, der Zukunft von Berlin und der Industrie 4.0 in Deutschland“, sagt BAM-Präsident Prof. Ulrich Panne. „Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir diese Chance nutzen, um Spitzentechnologien weiter voranzutreiben und Forschung und Entwicklung für kleine und große Unternehmen noch besser zugänglich zu machen. Bei diesem ambitionierten Projekt ist die BAM von Anfang an dabei, denn Sicherheit macht Märkte für neue Technologien.“

Berlin als Zukunftsort

Die Veränderungen im Zuge der Energiewende und die Chancen der Digitalisierung, z. B. bei der Entwicklung innovativer Fertigungsmethoden, machen ein grundsätzliches Überdenken der Ausrichtung von klassischen Produktionsstandorten erforderlich. Das hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Forschungsthemen und Forschungsfragen der Akteure aus Wissenschaft und Forschung. Berlin bietet eine exzellente Wissenschafts- und Forschungslandschaft mit herausragenden Institutionen und Akteuren, die gemeinsam mit Unternehmen und Startups an Lösungen von morgen arbeiten und darüber hinaus den Stand von Wissenschaft und Technik heben.

Über die BAM

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Sie forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

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