Atmosphäre und Klima untersuchen

KIT beteiligt am Bau einer nationalen Infrastruktur zur Klimaforschung

Neue Perspektiven auf Atmosphäre und auf Klimawandel eröffnet das Projekt Actris-D, zu dem das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Rahmen der nationalen Roadmap des BMBF maßgeblich beiträgt. Das BMBF hat das Projekt ACTRIS-D auf die Liste der zu priorisierenden Forschungsinfrastrukturen gesetzt.

Sie können gar nichts dafür... dass sie fürs Klima mit verantwortlich sind. © Fotolia / Baronb

Die Projektpartner können nun in die Detailplanung gehen, um in den nächsten fünf Jahren eine weltweit einmalig Forschungsinfrastruktur für die Klimaforschung aufzubauen. „Der Klimawandel zählt für uns und die nachfolgenden Generationen zu den großen Herausforderungen. Um diese zu meistern, wollen wir mit besseren Sensoren neuartige Daten zusammentragen, in einer weltweiten Community analysieren und hilfreiches Wissen für die Gesellschaft schaffen“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Die Förderung durch die nationale Roadmap stellt auf diesem Weg einen Meilenstein dar. Ich bin stolz, dass das KIT in diesem Rahmen beitragen können.“

Forschungsplattform mit drei Kernelementen

Als Teil der Helmholtz-Gemeinschaft entwickelt und betreibt das KIT große wissenschaftliche Infrastrukturen wie Großgeräte, Service-Einrichtungen oder Netzwerke. Für die Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur „Nationalen Roadmap für Forschungsinfrastrukturen“ hat ein Konsortium aus deutschen Forschungsinstitutionen das Projekt ACTRIS-D entwickelt. Es will die Langzeitbeobachtung von Aerosolen, Wolken und Spurengasen in der Atmosphäre bündeln und den Einfluss dieser kurzlebigen atmosphärischen Bestandteile gerade auf das regionale Klima genauer bestimmen. Dazu werden bestehende bodengebundene Messeinrichtungen wie FTIR-Spektrometer und LIDAR-Radar auch europäisch enger vernetzt und neue Standorte ergänzt, sodass eine weltweit einzigartige Forschungsplattform mit drei Kernelementen entsteht:

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  1. mit modernster Messtechnik ausgestattete Feldmessstationen,
  2. Atmosphären-Simulationskammern und
  3. Labore für Gerätekalibration und Qualitätssicherung.

Das KIT trägt zu Teilprojekten und Maßnahmen bei, die etwa ein Viertel der beantragten Fördersumme von 86 Millionen Euro abdecken. Nach einer mehrstufigen Aufbauphase bis 2026, soll die Betriebsphase bis 2036 dauern. Insgesamt sind 13 Institute aus Deutschland beteiligt, Gesamtprojekt-Koordinator ist das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung TROPOS in Leipzig.

Quelle: KIT

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