E-Science-Tage

Wie aus digitalen Forschungsdaten neues Wissen generiert werden kann

Mit der Frage, wie aus digitalen Daten neues Wissen generiert werden kann, beschäftigen sich die E-Science-Tage, die unter der Überschrift „Data to Knowledge“ vom 27. bis 29. März 2019 an der Universität Heidelberg stattfinden. Vorgestellt werden auch die vier neuen Forschungsdatenzentren – die Science Data Centers, die mit einer Förderung des Landes aufgebaut werden.
Zu Gast sind die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sowie die Leiter der Zentren. Die E-Science-Tage mit rund 200 Teilnehmern aus dem In- und Ausland sind Teil des vom Ministerium geförderten Projekts bwFDM-Info II, das von den Universitäten Heidelberg und Konstanz sowie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) getragen wird. Es unterstützt den Wissens- und Erfahrungsaustausch zum Thema Forschungsdatenmanagement und betreibt die webbasierte Informationsplattform forschungsdaten.info.

Offiziell eröffnet werden die E-Science-Tage am 28. März. Neben der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin sprechen der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel, sowie Prof. Dr. Vincent Heuveline, Leiter des Universitätsrechenzentrums, das Gastgeber der dreitägigen Konferenz ist. Sie findet nach 2017 zum zweiten Mal statt. Wie die Veranstalter betonen, gewinnen Organisation, Nutzbarmachung und Archivierung von Daten einen immer größeren Stellenwert in der Planung und Durchführung von Forschungsprojekten aller Wissenschafts­disziplinen. Vom Forschungsdatenmanagement schlägt die Veranstaltung den Bogen zu der Frage, welche Dienste, Technologien und Infrastrukturen erforderlich sind, um aus den rasant wachsenden Datenmengen neues Wissen generieren zu können.

Vier neue "Science Data Centers"
In diesem Zusammenhang werden die vier neuen Science Data Centers vorgestellt. Hier arbeiten Wissenschaftler eng mit den Mitarbeitern der Rechenzentren und Bibliotheken zusammen, um den Zugang zu und die Nutzung von digitalen Datenbeständen zu ermöglichen. Zugleich sollen große Mengen unstrukturierter Daten mithilfe hochleistungsfähiger Rechner für Forschung und Innovationen aufbereitet und ausgewertet werden. Eines dieser Zentren ist „BioDATEN – Bioinformatics DATa Environment“ – ein Science Data Center für die lebenswissenschaftliche Forschung, das von Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit einem Bioinformatik-Schwerpunkt aufgebaut wird. Beteiligt sind daran die Universitäten Tübingen, Freiburg und Heidelberg sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum und das European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg.

Data to Knowledge: Workshops, Technik-Tracks, Tandem-Talks
Die diesjährigen E-Science-Tage umfassen unterschiedliche Veranstaltungsformate rund um den Themenschwerpunkt „Data to Knowledge“. Neben verschiedenen Workshops werden sogenannte Technik-Tracks angeboten, in denen Experten technische Probleme, dafür entwickelte Lösungsansätze sowie deren Implementierungen vorstellen. Das Programm beinhaltet außerdem Tandem-Talks – gemeinsame Vorträge von Partnern aus dem Bereich Infrastruktur und der Wissenschaft, die unterschiedliche Fachthemen im Bereich Forschungsdaten aus Techniker- und Anwenderperspektive betrachten. Die Konferenz bietet darüber hinaus eine interaktive Messe mit Info-Ständen, Posterpräsentationen und praktischen Demonstrationen. Vorgestellt werden verschiedene Infrastruktureinrichtungen sowie konkrete E-Science-Projekte.

Zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung findet eine Podiumsdiskussion statt. Die Diskussionsrunde thematisiert den digitalen Wandel in der Forschung, der zentrale Fragen zur Gestaltung einer idealen Infrastruktur aufwirft. Sie betreffen neue Forschungsmethoden und Publikationswege, die Vernetzung von Wissenschaft und IT-Infrastruktur sowie Aus- und Weiterbildung für eine digitalisierte Forschung. Darüber diskutieren Wissenschaftler des KIT, der Universität Heidelberg, des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik in Freiburg und des EMBL in Heidelberg sowie ein Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Quelle: Universität Heidelberg

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