Merck und Palantir kooperieren

Datenintegrations- und Analysetechnologie für die Krebsforschung

Merck und Palantir Technologies planen die Gründung eines Joint Ventures, um die Krebsforschung voranzutreiben: Mit der kollaborativen Technologieplattform "Syntropy" sollen Wissenschaftler Zugang zu Daten haben, die ihre Forschung unterstützen.

„Wissenschaftlicher Fortschritt lebt davon, Erkenntnisse nutzbar zu machen“, so Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. © Merck

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck und das Software-Unternehmen Palantir Technologies beabsichtigen, ein Joint Venture mit dem Markennamen Syntropy zu gründen. Syntropy soll Wissenschaftlern und Forschungszentren den Zugang zu einer kollaborativen Technologieplattform ermöglichen, um die Krebsforschung voranzutreiben, den wissenschaftlichen Fortschritt zu beschleunigen und das Leben von Menschen zu verbessern.

Forschungseinrichtungen generieren weltweit eine schnell wachsende Menge an biomedizinischen Daten, die überwiegend in Silos innerhalb von oder zwischen Institutionen gespeichert werden. Wissenschaftler und Ärzte haben oft keinen Zugang zu den Daten, die für ihre Arbeit wesentlich sind. Syntropy zielt darauf ab, diese Daten nutzbar zu machen und es den weltweit führenden Experten zu ermöglichen, beim Kampf gegen Krebs und viele andere Krankheiten enger zusammenzuarbeiten.

„Wissenschaftlicher Fortschritt lebt davon, Erkenntnisse nutzbar zu machen“, sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. „Wir erwarten, dass Syntropy die Zusammenarbeit innerhalb der globalen Wissenschaftsgemeinschaft erleichtern wird, um bahnbrechende Innovationen in der Krebsforschung voranzutreiben.“

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„Die effektive Nutzung wissenschaftlicher Daten ist im Kampf gegen Krebs entscheidend,“ ergänzte Alexander Karp, Co-Gründer und CEO von Palantir. „Syntropy hat das Ziel, Wissenschaftlern eine sichere Zusammenarbeit zu ermöglichen, um den vollen Wert ihrer Daten zu erschließen. So werden Forschungsergebnisse vorangetrieben, die bessere Therapien schneller zu den Patienten bringen.“

Die benutzerzentrierte Datenintegrationsplattform von Syntropy ermöglicht es Nutzern auf Basis von Palantir Foundry, Daten aus unterschiedlichen Quellen zu strukturieren und zu analysieren. Experten sollen so neue Forschungserkenntnisse schneller praktisch nutzbar machen können, die Patientenversorgung verbessern und dabei die vollständige Kontrolle über ihre Daten behalten. Syntropy soll zudem den sicheren, transparenten Datenaustausch zwischen den beteiligten Forschern und Institutionen erleichtern und ein Ökosystem schaffen, das wissenschaftliche Zusammenarbeit fördert und Forschung beschleunigt.

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