Elektrochemie als Grundlage für nachhaltige technische Innovationen

Siegfried Waldvogel erhält Manuel M. Baizer Award

Der Chemiker Prof. Dr. Siegfried R. Waldvogel von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird den Manuel M. Baizer Award der Electrochemical Society (ECS) erhalten. Das gab die in den USA ansässige internationale Wissenschaftsvereinigung auf ihrer Website bekannt.

Prof. Dr. Siegfried R. Waldvogel © Eric Lichtenscheidt

Der Manuel M. Baizer Award, benannt nach dem US-amerikanischen Chemiker Manuel Mannheim Baizer, gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen in der Elektrochemie und wird alle zwei Jahre verliehen. Waldvogel ist erst der zweite Deutsche, dem diese Ehre zuteilwird. Er wird den Preis auf der Jahrestagung der ECS im kommenden Mai in Montreal erhalten. „Es kommt nicht häufig vor, dass der Manuel M. Baizer Award an Europäer verliehen wird“, sagt Waldvogel. „Umso mehr freue ich mich darüber – auch weil er verdeutlicht, welche Strahlkraft die Mainzer Elektrochemie inzwischen hat.“

Siegfried Waldvogel ist Leiter des Instituts für Organische Chemie der JGU, Sprecher des durch die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz geförderten Profilbereichs „SusInnoScience (Sustainable Chemistry as the Key to Innovation in Resource-efficient Science in the Anthropocene)“ der Hochschule und Direktor des Gutenberg Forschungskollegs, der zentralen Einrichtung zur Förderung der Spitzenforschung an der JGU. Er beschäftigt sich seit rund 20 Jahren mit der Elektrochemie, die chemische Reagenzien durch elektrischen Strom ersetzt und damit die Grundlage besonders nachhaltiger Herstellungsmethoden für chemische Produkte bildet. Aus seiner Tätigkeit gingen bereits mehr als 30 Patente und die Gründung der Firma ESy-Labs GmbH hervor.

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„Durch die Elektrochemie lässt sich unter anderem die Verwendung knapper und kostbarer Metalle vermeiden“, sagt Waldvogel. „Im Zusammenhang mit der Energiewende und der Gewinnung von Strom aus erneuerbarer Energie ist die Elektrifizierung der Chemie unausweichlich, weil dadurch Energieüberschüsse für die Herstellung von Wertprodukten eingesetzt werden können.“

Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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