EFSA Jahresbericht über Pestizidrückstände

Pestizide in Lebensmitteln: Zahlen weiter stabil

Die in Europa verzehrten Lebensmittel sind nach wie vor größtenteils frei von Pestizidrückständen oder enthalten Rückstandsmengen, die innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen, wie jüngste Monitoring-Daten zeigen.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des diesjährigen Berichts stellt die EFSA ein von ihr entwickeltes grafisches Tool zur Verfügung, mit dem sich die wichtigsten Ergebnisse einfach nach Ländern und Lebensmitteln veranschaulichen lassen. Im Bild: Ausschnitt Darstellung "Ergebnisse nach Lebensmitteln" © Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – EFSA

Mehr als 96 % der für den aktuellen Jahresbericht über Pestizidrückstände in Lebensmitteln analysierten Proben lagen innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte; rund 51 % waren frei von quantifizierbaren Rückständen.

Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, erklärte: „Wie in den vergangenen Jahren, bestätigt der vorliegende Bericht, dass die Lebensmittel in den EU-Regalen in hohem Maße den gesetzlich vorgegebenen Standards entsprechen. Jedes Jahr werden Tausende von Lebensmitteln von den Mitgliedstaaten getestet, um zu prüfen, ob die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden: es ist unsere Pflicht den europäischen Bürgern gegenüber sicherzustellen, dass die EU-Lebensmittelkette die strengst regulierte und best kontrollierte in der Welt bleibt, und ihre kontinuierliche Verbesserung sehr ernst zu nehmen.“

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des diesjährigen Berichts stellt die EFSA ein von ihr entwickeltes grafisches Tool zur Verfügung, mit dem sich die wichtigsten Ergebnisse ganz einfach nach Ländern und Lebensmitteln veranschaulichen lassen. Das neue Tool ist in vier Sprachen verfügbar und ergänzt die bestehenden Daten-„Dashboards“, welche die Ergebnisse detaillierter darstellen und einen Vergleich mit früheren Jahren ermöglichen.

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Hauptergebnisse für 2016
Die Berichtsländer analysierten 84 657 Proben auf 791 Pestizide. 96,2% (81 482) der Proben lagen innerhalb der gemäß EU-Rechtsvorschriften zulässigen Grenzen, und 50,7% der getesteten Proben enthielten keine quantifizierbaren Rückstände. Im vorangegangenen Berichtsjahr (2015) lagen 97,2% der Proben innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte und 53,3% waren frei von quantifizierbaren Rückständen. Der Unterschied ist hauptsächlich auf den Nachweis von Chlorat-Rückständen zurückzuführen, einer Verbindung, die 2016 erstmals in die Kontrollprogramme aufgenommen wurde, um die laufenden Arbeiten zur Festlegung von Rückstandshöchstgehalten (Maximum Residue Levels – MRLs) zu unterstützen.

Die Mehrzahl der getesteten Proben (67%) stammte aus den EU-Mitgliedstaaten, Island und Norwegen; 26,4% betrafen aus Drittländern eingeführte Produkte. Bei 6,6% der Proben war der Ursprung der Produkte unbekannt.

Die gesetzlichen Grenzwerte wurden in 2,4% der Proben für Produkte aus EU- und EWR-Ländern überschritten; bei Proben aus Nicht-EU-Ländern waren es 7,2%.

Von den 1.676 Proben von Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder lagen 98,1% innerhalb der gemäß EU-Rechtsvorschriften zulässigen Grenzwerte; 89,8% der Proben enthielten keine quantifizierbaren Rückstände.

Im Jahr 2016 wurden von Bio-Lebensmitteln 5.495 Proben entnommen, von denen 98,7% innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte lagen und 83,1% frei von quantifizierbaren Rückständen waren.

EU-koordiniertes Programm
Zur Erstellung ihres Jahresberichts wertet die EFSA auch die Ergebnisse des EU-koordinierten Kontrollprogramms (EUCP) aus, im Rahmen dessen die Berichtsländer Proben aus dem gleichen „Korb“ von Lebensmitteln auf die gleichen Pestizide analysieren.

Für 2016 waren dies folgende Lebensmittel: Äpfel, Kopfkohl, Lauch, Kopfsalat, Pfirsiche, Erdbeeren, Tomaten, Roggen, Wein, Kuhmilch und Schweinefett.

Die niedrigsten Rückstandshöchstmengen wurden für Roggen (0,7%) ermittelt, gefolgt von Kopfkohl (1,1%) und Erdbeeren (1,8%). Die höchsten Überschreitungen wurden bei Äpfeln (2,7%) und Tomaten (2,6%) festgestellt.

Risikobewertung
Ausgehend von den Ergebnissen des EUCP-Programms bewertete die EFSA das akute (kurzfristige) sowie das chronische (langfristige) lebensmittelbedingte Risiko. In beiden Fällen wurden die gesundheitlichen Risiken für Verbraucher als gering eingestuft.

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