Probenahme

Flüssigkeiten fachgerecht beproben

Ob wässrige oder andere flüssige Medien – die Probenahme von Flüssigkeiten hat spezielle Anforderungen. Um flüssige Medien fachgerecht zu beproben und zu transportieren, sollten Probenehmer und -behälter an die verschiedenen Bedingungen der Entnahme angepasst werden.

Die Schöpfdose DispoDipper ermöglicht die Entnahme und den Transport der Probe in nur einem Gerät. © Bürkle

Bei der Probenahme flüssiger Medien gilt es für den Anwender einiges zu beachten – schließlich kann es schnell passieren, dass eine Flüssigkeit beim Entnehmen versehentlich verschüttet wird, ausläuft oder spritzt. Das bedeutet nicht nur eine erhöhte Unfallgefahr durch mögliches Ausrutschen. Die weit größeren Gefahren bestehen vor allem beim Beproben giftiger oder gefährlicher Medien. Denn diese können beim Anwender zu akuten Gesundheitsschäden führen und die Umwelt schädigen. Daher müssen beim Umgang mit bedenklichen Flüssigkeiten stets angemessene Schutzmaßnahmen eingehalten werden – auch bei der Probenahme.

Um ein flüssiges Medium fachgerecht zu beproben, muss der Probenehmer entsprechend des Mediums und der spezifischen Bedingungen der Probenahme ausgewählt werden. Bei der Wahl eines geeigneten Probenehmers sollte folgendes berücksichtigt werden: Welches Medium soll beprobt werden – ist es giftig, gefährlich oder fettig? Was für eine Probe wird benötigt – eine Zielpunktprobe, eine Bodenprobe, eine Allschichtprobe? Wo wird die Probe entnommen – aus einem Fass, einem Tank, aus großer Tiefe?

Fässer beproben

Mit länglichen Probenehmern, wie dem LiquiSampler, können Allschicht-, Zielpunkt- und Bodenproben von Flüssigkeiten auch durch schmale Öffnungen entnommen werden. © Bürkle

Die Probenahme aus Gebinden scheint noch recht einfach: Deckel öffnen und Probe von der Oberfläche schöpfen. Dazu eignet sich der Einsatz eines Schöpfers. Schöpfer gibt es in unterschiedlichen Materialien, z. B. Polypropylen, Polytetrafluorethylen oder Edelstahl, und in verschiedenen Größen mit Haltestangen in diversen Längen. Je nach Ausführung lassen sich damit nicht nur Gebinde, sondern auch große Tanks oder Becken beproben.

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Für den Einsatz in besonders sensiblen Bereichen gibt es auch Einwegausführungen. Ein Einwegschöpfer bietet den Vorteil, dass die anschließende Reinigung entfällt, die besonders bei giftigen und gefährlichen Medien ein erhebliches Risiko für den Anwender darstellen kann. Bei der im Reinraum gefertigten Schöpfdose Dispodipper, der partikelfrei und steril ist, kann der Haltegriff an der Sollbruchstelle abgetrennt und die Dose mit dem Schraubdeckel sicher verschlossen werden. Das Umfüllen in ein separates Probenbehältnis ist nicht mehr nötig.

Eine Probe aus allen Schichten

Mit einem Schöpfer kann allerdings nur die Oberfläche eines Gebindes beprobt werden. In vielen Fällen wird aber eine Allschichtprobe oder eine Bodenprobe verlangt, beispielsweise bei inhomogenen Medien mit Partikeln, die sich am Boden absetzen. Pipettenähnliche oder spritzenähnliche Probenehmer, die eine längliche Form haben, sind ideal, um einzelne oder mehrere Schichten eines Gebindes zu beproben. Aufgrund der langen, schmalen Form können auch Proben an schwierigen Orten entnommen werden, z. B. aus Gebinden mit engen Öffnungen und niedrigem Füllstand oder aus größeren Tiefen.

Das Ventil des LiquiSamplers verhindert ein versehentliches Auslaufen der entnommenen Probe, da das Medium sicher im Probenehmer gehalten wird. © Bürkle

Der Flüssigkeitsprobenehmer Liquisampler zum Beispiel erinnert in seiner Form und Funktion an eine große Pipette. Für die Entnahme wir der Druckknopf am Handgriff des Probenehmers betätigt. Das Ventil an der Sammelspitze öffnet sich und Flüssigkeit strömt ein. Um eine Allschichtprobe zu entnehmen, wird der Probenehmer bei geöffnetem Ventil langsam in die Flüssigkeit eingetaucht – so wird eine Probe aus allen Schichten des Mediums gewonnen. Für eine Zielpunkt- oder Bodenproben wird der Probenehmer mit geschlossenem Ventil an die gewünschte Entnahmestelle geführt, der Druckknopf wird betätigt und das Medium strömt ein. Wird der Druckknopf losgelassen, schließt das Ventil und die Probe kann aus dem Behälter entnommen werden. Das Ventil hält das Medium im Probenehmer, damit die entnommene Probe nicht ausläuft. Für den Einsatz in Bereichen, bei denen es auf besondere Reinheit ankommt oder die Reinigung schwierig ist, gibt es Einwegalternativen.

Proben aus großen Tiefen

Wird das zu beprobende Medium in einem Tank oder einem Schacht gelagert, muss der Anwender oft große Tiefen überwinden, um die Probe zu ziehen. In diesem Fall empfiehlt sich der Einsatz eines Tauchbehälters. Tauchbehälter bestehen meist aus Glas, Edelstahl oder Messing vernickelt. Behälter, wie Bürkles Tauchgefäß aus nicht funkenziehendem Messing oder Edelstahl, können in Kombination mit einer elektrisch leitfähigen Handseilspule und einem passenden Senkseil auch im Ex-Schutz-Bereich eingesetzt werden.

Tauchbehälter eignen sich perfekt für die Probenahme aus großen Tiefen und schwer zugänglichen, engen Stellen. © Bürkle

Je nach Ausführung lassen sich mit Tauchbehältern Zielpunkt-, Allschicht- und Bodenproben entnehmen. Mit dem Tauchgefäß lässt sich beispielsweise eine Allschichtprobe entnehmen. Dazu wird das Tauchgefäß mit einer Handseilspule und einem Senkseil in die Flüssigkeit abgesenkt – abhängig von der Länge des Senkseils können Proben aus Tiefen bis zu 50 Metern entnommen werden. Beim Absenken durchströmt die Flüssigkeit ständig das Tauchgefäß. Wird das Gefäß zurückgezogen, schließen die beiden Ventile automatisch. Die Entleerung der Probe erfolgt über die Deckelklappe.

Flüssige Proben sicher transportieren

Um die gezogene Probe für die anschließende Analyse bereitzustellen, muss sie nach der Entnahme fachgerecht verpackt und transportiert werden. Dabei ist es wichtig, dass die Reinheit der Probe bestehen bleibt und es nicht zu Verunreinigungen kommt. Dementsprechend müssen die Probebehälter keim- und partikelfrei sein. Zudem muss bei flüssigen Proben sichergestellt sein, dass die Behälter flüssigkeitsdicht sind. Probendosen oder Probenbeutel haben sich bei der Aufbewahrung flüssiger Medien bewährt. Die sterile Probendose von Bürkle mit Schnappdeckel lässt sich einhändig öffnen und schließen. Das ermöglicht ein einfaches Umfüllen der Probe. Außerdem ist im Schnappdeckel eine Auffangrinne integriert. Flüssigkeit oder Kondensat, das sich im Deckel sammelt, kann somit nicht abtropfen oder verloren gehen.

Mit dem auslaufsicheren Probenbeutel SteriBag StandUp lassen sich flüssige Proben platzsparend aufbewahren und transportieren. © Bürkle

Eine platzsparende Alternative zu Probendosen sind Probenbeutel. Sie müssen besonders reißfest und dicht sein. Die verschiedenen Beutel können entweder mittels Klebestreifen versiegelt oder durch Umschlagen verschlossen werden. Es gibt auch Probenbeutel mit Standboden, die ohne Ständer oder Halter sicher auf dem Untergrund stehen, so dass der Anwender beide Hände frei hat.

Um Flüssigkeiten sicher und fachgerecht zu beproben und zu transportieren, sollten Probenehmer und Probenbehälter eingesetzt werden, die speziell für die fachgerechte Probenahme von Flüssigkeiten entwickelt wurden.

Quelle: Bürkle GmbH

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